Mit einer Gala-Veranstaltung in der Koslowski-Halle und über 250 Gästen feierte der am 5. März 1990 gegründete Verein „Freie Alten- und Nachbarschaftspflege Kappeln und Umgebung e. V.“ (FRANKA) seinen 20. Geburtstag. Vorsitzender Peter-Martin Dreyer, der die Besucher, darunter neben vielen Mitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste aus Kirche, Politik und Wirtschaft, begrüßte, hob die Bedeutung FRANKAS in einer Zeit hervor, „in der es nicht mehr üblich ist, dass drei bis vier Generationen unter einem Dach wohnen“. Er dankte den Mitgliedern für ihre jahrzehntelange Treue und dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Besonderer Dank ging an Heinrich Stenglein für seinen steten Einsatz. Er organisiert Fahrten und Veranstaltungen, er verschickt die Einladung. „Er ist Mr. FRANKA“, verkündete Peter-Martin Dreyer unter tosendem Beifall der Anwesenden.
Bürgermeister Heiko Traulsen überbrachte die Glückwünsche der Stadt zum 20. Vereinsgeburtstag und lobte die von FRANKA „geleistete unterstützende Sozialarbeit.“.
Für die Kirchengemeinde Kappeln sprach Pastor Christoph Sassenhagen das Grußwort. Er erinnerte an die Anfänge des Vereins, als es in Gesprächen darum ging, wie kranken und bedürftigen Menschen in Kappeln geholfen erden könne. Dabei ging es häufig um Rollstühle und Pflegebetten. Christoph Sassenhagen: „FRANKA erfüllt die Lebensaufgabe jeder christlichen Gesellschaft, mit aller Kraft Leben zu gestalten und zu erhalten. Es ist etwas Wunderbares, das hier in Kappeln erleben zu dürfen.“ Als Geschenk übergab er einen Staffelstab, der auch als Spendendose genutzt werden kann.
Weitere Grüße überbrachten Helga Bruskatis von der Hospizgruppe und Uwe Kornienko, Vorsitzender des Schlei-Orchesters.
Anschließend gab Gründungs- und Ehrenvorsitzender Michael Arendt einen Abriss über die Geschichte des Vereins, der 1990 von den acht Gründungsmitgliedern Gisela Windmann, Gertrud Klawitter, Hans Binder, Heike Beyrau, Volker Nissen, Helmut Jarstorff sowie Frauke und Michael Arendt aus der Taufe gehoben wurde.
Im gleichen Jahr fand bereits eine erste Weihnachtsfeier in der „Rikate“ mit 30 Rollstuhlfahrern statt. Später wurden den Mitgliedern Konzerte, Ausflüge, Theaterbesuche, Kaffeetafeln und ein Literaturkreis angeboten. Jeden Monat wird an alle Mitglieder in Info-Brief mit den jeweiligen Veranstaltungen verschickt. Alles erfolgt ehrenamtlich.
Ab 1999 engagierte sich FRANKA in der Hospiz-Arbeit. Bis 2004 übernahm FRANKA die Aufgaben eines Trägervereins und ab 2004 - nachdem die Hospizgruppe selbstständiger Verein geworden war – als Förderverein. FRANKA unterhält ein ferner eignes Lager für Pflege- und Einrichtungsgegenstände. Es ist im Seehusen-Stift untergebracht und wird intensiv genutzt. Diese Geräte werden kostenlos und unbürokratisch bei Bedarf zur Verfügung gestellt.
FRANKA hat aber auch geholfen, ein Dach zu renovieren, damit die Dame, die darin wohnte, nicht in ein Altersheim umziehen musste. Alle zwei Jahre wird in Zusammenarbeit mit dem Verein St. Nicolaiheim Sundsacker eine Freizeit für behinderte Kinder und Jugendliche in der Jugendherberge veranstaltet.
Michael Arendt betonte, dass der Verein – heute wie früher – völlig ohne öffentliche Mittel auskommt. Es gilt immer noch das Motto: „Wenn wir auf öffentliche Mittel angewiesen sind, lösen wir uns auf!“ In diesem Zusammenhang dankte er Heinrich Stenglein, der sich „seit 14 Jahren unermüdlich für unseren Verein einbringt“. Michael Arendt dankte auch allen Mitgliedern und Sponsoren für die jahrelange Treue. Er betonte: „Ihre Treue hat uns immer ermutigt, uns für FRANKA einzusetzen und unsere Mitglieder mit angepassten und z. T. außergewöhnlichen Programmen zu unterhalten.“
Und wie es bei FRANKA üblich ist, so fehlten auch diesmal Kaffee und Kuchen nicht. Für musikalische Unterhaltung sorgten Kay Kankowski, der eigne Lieder zur Gitarre sang, im ersten Teil und die Polizei-Bigband Schleswig-Holstein mit Sängerin Selina unter der Leitung von Bruno Wojke mit flotten Melodien im zweiten Teil. (Werner Barz)
Der Verein “Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe e. V. für Kappeln und Umgebung“ setzt sich ehrenamtlich betreuend für die Belange älterer sowie bedürftiger Mitbürgerinnen und Mitbürger und behinderter Kinder ein. Insbesondere die Hilfe für Behinderte und Bedürftige ist zunehmend in den Mittelpunkt der Bemühungen gerückt.
Die verfügbaren Mittel aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Erträgen werden unmittelbar für die Hilfsarbeit eingesetzt.
FRANKA, heute Förderverein, hat am 1.12.1999 den ehrenamtlichen ambulanten Hospizdienst gegründet und fast fünf Jahre getragen. Die Gruppe der engagierten Helferinnen und Helfer hat sich inzwischen selbständig machen können und den Verein Hospizgruppe Kappeln e. V. erfolgreich gegründet.
Lesen Sie hier den FRANKA Geschäftsbericht 2008
Nospa
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